WIP - Needful Things: #26 Wilma's Garten

So ihr Lieben, nach zwei ereignisreichen Wochen mache ich mich mal wieder ans nächste Update. Leider ist es deutlich langsamer voran gegangen als ich mir das gewünscht hätte, denn wie ich schon auf meiner FB-Seite kurz erwähnt habe, hatte ich über einen längeren Zeitraum mit einem recht hartnäckigen Hacking-Problem zu kämpfen, das mich ziemlich auf Trab gehalten hat. Aber dazu dann später.


Basteltechnisch ist seit dem letzten Update Wilma Jersyck's Garten in seinen finalen Endspurt gegangen. Hier habe ich zunächst meinen bereits begonnenen Baum-Draht-Unterbau mit Papiermachée umwickelt und anschließend mit einer Mischung aus angerührtem Gips und Holzleim überzogen.

Nachdem diese Glasur ausgetrocknet ist kann es an die Bemalung gehen - und anschließend an das Belauben. Hier habe ich meine eigene kleine Technik entwickelt, die für mich ganz gut funktioniert: Dabei wickele ich um die äußersten Astspitzen dünnen Draht, der dann gewissermaßen von Astspitze zu Astspitze gespannt wird.

Macht man dies mehrfach, entsteht zwischen den einzelnen Ästchen eine Art dünnes Trägergitter, auf das man dann mit Heißkleber einzelne Stücke eingefärbten Islandmooses kleben kann. So werden die Äste nach und nach begrünt und die dünnen Drahtgeflechte sieht man später nicht mehr.


Nachdem mein Baum vollständig begrünt ist, mache ich mich daran, ihn vor der Veranda im Garten zu fixieren. Ich klebe ihn dabei zunächst nur provisorisch mit Heißkleber auf der Bodenplatte fest und mische dann aus Sand, Steinen und verdünntem Holzleim eine Pampe an, die ich um die Wurzeln herum auf dem Boden anhäufe und fest drücke. Dieses Gemisch härtet bekanntermaßen steinhart aus und ich kann meinen Baum auf diese Weise regelrecht auf dem Boden festbetonieren =)

Nachdem mein Bäumchen schön fest einzementiert ist, verteile ich die selbe Sand-Stein-Masse auch auf dem restlichen Boden um das Haus herum - quasi als Erdschicht, auf die dann später der Rasen gesetzt wird.

Im Anschluss geht es an die restlichen Pflanzen im Garten. Hier schöpfe ich aus meinem kleinen Vorrat aus Kunstpflanzen und arrangiere diverse Äste und Naturmaterialien um die Veranda zu kleinen Baum und Buschformationen.

Anschließend mache ich mich noch einmal an die Veranda selbst, auf der noch ein paar kleine Details fehlen. Hier wird nun noch ein kleiner Tisch mit Topfpflanze dazu gebaut - einfach um das ganze etwas belebter zu gestalten.

Auch ein kleiner Besen und eine liebevolle Botschaft von Wilma an ihren Mann kommt noch dazu =)

Anschließend mache ich mich dann an den Rasen. Hier kommt mal wieder mein heißgeliebter elektrostatischer Begraser zum Einsatz, mit dem man kleine Modellgrashalme aufrecht stehend auf einen Untergrund leimen kann - immer wieder eine Riesensauerei aber dafür ziemlich faszinierend!

Das einzige Problem besteht hierbei darin, dass die Farbe des Grases vorne und hinten nicht stimmt - schließlich ist die ganze Szenerie ja in einem dämmerungsartigen Blau-Lila-Ton gehalten, und da sticht das Quietschgrün den Modellgrases völlig unpassend heraus. Ich komme daher nicht drum herum, die Grasfläche noch einmal umzufärben. Das mache ich ganz einfach mit einem Zerstäuber, in den ich mit Wasser verdünnte Farbe fülle (sozusagen ein do-it-yourself-airbrush). Auf diese Weise überfärbe ich mein Gras zunächst mit einer Blau-Lila-Mischung und anschließend noch einmal mit einer kalten Braun-Mischung. So lange bis die Sache eben passt.


Wie man auf dem Bild außerdem recht schön erkennen kann, stehen mittlerweile auch die Holzstangen für die berüchtigte Wäscheleine der Jersycks. Denn diese wird nun als nächstes in Angriff genommen:

Zunächst spanne ich also mit Bindfaden die eigentliche Wäscheleine zwischen den drei Holzstangen, bevor ich mich an die Wäschestücke mache. Laut Buch handelt es sich dabei lediglich um Bettlaken, was die Sache deutlich einfacher macht (Strickpullover wären da um einiges gemeiner). Besagte Bettlaken spielen in der Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Denn nachdem Wilma sie über und über mit Schlamm bespritzt vorfindet, eskaliert der Konflikt zwischen ihr und der psychisch labilen Nachbarin auf höchst blutige Weise. Die Wäschestücke werden also auch in meinem Modell in einem verdreckt-zerstörten Zustand dargestellt werden.


Das einzige Problem an der Sache ist, dass ich sie außerhalb des Modells formen, trocknen lassen und bemalen muss, da das Gematsche mit Leimwasser immer eine ziemliche Sauerei ist, die ich nicht im fertigen Modell gebrauchen kann. Ich baue daher eine zweite kleine Wäscheleine auf meinem Schreibtisch, die nur dazu dient, meine Wäschestücke in der gewünschten Form trocknen zu lassen, bevor sie dann an ihren endgültigen Platz kommen.

Für die Wäschestücke selbst schneide ich kleine Rechtecke aus Küchenpapier zu, die ich anschließend ebenfalls mit einer Mischung aus eingefärbtem Leimwasser tränke. Anschließend werden die Stücke in der gewünschten Position über die provisorische Leine gehängt, wo sie in Ruhe austrocknen dürfen. Durch das Leimwasser werden sie schön starr und formstabil und lassen sich anschließend wunderbar bemalen, ohne ihre Form wieder zu verlieren (ein Hoch auf den wasserfesten Holzleim *g*).

Bei der Bemalung der Laken habe ich außerdem sehr bewusst auf mein Nagellack-Gemisch aus rot und schwarz zurückgegriffen, das ich ansonsten vor allem für Blut verwende. In diesem Fall habe ich es mit deutlich mehr Schwarzanteil gemischt - die "blutige" Wirkung bleibt dabei allerdings erhalten, so dass die Szenerie schlussendlich (hoffentlich) ein wenig unheimlicher Wirken wird, als wenn ich die Flecken mit stumpfer Acrylfarbe aufgemalt hätte.


Sind alle Wäschestücke getrocknet, werden sie schließlich auf die eigentliche Wäscheleine umgetopft und dort fixiert.

Wie man sieht, hängen die verdreckten Laken eher schlecht als recht auf der Leine und sind zum Teil schon halb (oder auch ganz) herunter gerutscht. Das ist volle Absicht - denn hätte ich alle Laken schön sauber auf die Leine gespannt, würde mir das den Blick auf den Garten dahinter völlig blockieren, was für die Tiefenwirkung ein ziemlicher Murks ist.

Unterhalb der Wäscheleine werde ich später noch einige Haufen Schlamm drapieren, um die Sache rund zu machen.


Jetzt fehlen nur mehr einige Details. Eines der wichtigsten dabei sind die mit Zetteln versehenden Steine, mit denen alle Fenster des Jersyck-Hauses eingeworfen wurden. Das ist tatsächlich eine ziemliche Friemelarbeit. Denn ich muss irgendwie winzig kleine Zettelchen mit Nähgarn an Steinen fixieren. Nach einigen Anläufen habe ich hier zugegebenermaßen aufgegeben und den Sekundenkleber zur Hilfe genommen =)

Meine Steinchen werden nun überall im Garten und vor den Fenstern fixiert - die Überbleibsel der Steinewerf-Aktion eben. Außerdem kommt noch eine Regentonne nebst Regenrohr hinzu.

Ja, und damit wären das Setting von Wilma's Garten fertig und abgeschlossen. Mir gefällt es insgesamt ganz gut - vor allem angesichts der doch sehr begrenzten Baufläche, die ich zur Verfügung hatte.

Tatsächlich war dieser Part des Modells allerdings schon vor einer Woche so gut wie fertig. Seitdem bin ich kaum weitergekommen, da ich mit der Absicherung meiner Daten beschäftigt war. Und das ein wirklicher Marathon, der mich einiges an Nerven gekostet hat. Vor diesem Hintergrund ein kleiner Exkurs zu meinem Spaßprogramm der vergangenen 2 Wochen:


Wie ich letzte Woche schon auf meiner FB- Seite erwähnt hatte, gab es da nämlich einen höchst unangenehmen Zeitgenossen, der sich in der vergangenen Woche hochmotiviert daran gemacht hat, all meine Konten zu hacken und sich dort auszutoben. Das ganze reichte von meinem privaten Ebay-Account (auf dem plötzlich Angebote erschienen, die definitiv nicht von mir stammten), meinem Mailaccount, von dem über Nacht eine Flut an Virenmails verschickt wurde bis hin zu meinem FB und meinem Instagram-Konto. Letzteres hat mir logischerweise vor allem den kalten Schweiß auf die Stirn getrieben - angesichts all meiner Kassiopeya-Daten inkl. Website.


Nachdem das Virenprogramm keine Ergebnisse lieferte und auch das mehrfache ändern der Passwörter nichts half, war klar, dass da irgendwo ein versteckter Keylogger saß - und mir blieb schlussendlich nur der Kahlschlag. Nun habe ich also einen neuen Rechner und alle Konten komplett umgestellt *seufz*. Es ist zum Glück kein größerer Schaden entstanden, aber auf die Erfahrung des virtuellen Einbruchs hätte ich gut und gerne verzichten können. Tatsächlich hat mich das ganze so auf Trab gehalten, dass ich in der gesamten folgenden Woche nicht wirklich die Ruhe zum Weiterwerkeln gefunden habe - der Kopf war schlichtweg woanders.


Mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt und ich hoffe, dass die nächste Woche wieder etwas produktiver wird und ich in den alten Rhythmus zurückfinde .


In diesem Sinne - danke für Eure Geduld und bis bald ;)

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