Swamps of Sadness (3)

Halli-Hallo und welcome back zum Wochenend-Update! Meine Sümpfe wachsen langsam und Stück für Stück vor sich hin - wobei in den letzten beiden Wochen wohl vor allem das Wort „langsam“ im Vordergrund stand: Bei sommerlichen 36 Grad habe ich die letzte Woche nämlich weitgehend als Käfer auf dem Rücken verbracht, was dem Fortkommen nicht sonderlich förderlich war ....aber diese Woche war ich dafür fleißig und die Basisarbeiten sind nu endlich geschafft!


Aber der Reihe nach. Aufgehört haben wir ja beim grundsätzlichen Formen und Ausgestalten der Erdflächen, die später die Sumpflandschaft bilden sollen. Dabei wurden zuletzt die Hügel aus Gips und Papiermachée mit einer Schicht aus Sand und Steinen überzogen, um der Hügellandschaft einen erdigen Grundcharakter zu geben.

Weil diese Sandschicht in ihrer Gesamterscheinung allerdings doch noch recht bröselig und trocken (und damit so gar nicht nach matschiger Sumpferde ausschaut, besteht der nächste Schritt darin, alles noch einmal mit einer Schicht aus dickflüssigem Gips zu überpinseln.


Diese zähe Gipsschicht, legt sich wie ein Mantel über die kleinen Körner und Steinchen und rundet die Ecken ein wenig ab, wobei trotzdem noch die Struktur durchschimmert. Damit sollte die Obeflächenstruktur halbwegs passen und es kann an die Bemalung gehen.

Wie immer wird natürlich alles erst einmal schwarz grundiert, bevor es dann an die erste Farbgrundierung geht. Für die erste Basisfarbe wähle ich einen kalten Braunton – logisch, schließlich reden wir ja über Sumpferde.


Und weil es ja um nasse Erde geht, mische ich meinen Braunton mit viel Bronze- und Goldfarbe zusammen, so dass die Farbe selbst schon einmal von Haus aus einen schönen Grundschimmer mitbringt.

Im nächsten Schritt mache ich mich daran, das spätere Flussbett (sprich, die tiefer liegenden Stellen, die später mit Epoxidharz aufgefüllt werden) mit diversen Grüntönen zu bürsten und zu betupfen. Hierbei achte ich darauf, dass mein Grün etwas über die Füllhöhe/ spätere Wasserkante hinaus reicht. Auf diese Weise entsteht später dann (hoffentlich) der Eindruck eines stehenden Gewässers, an dessen Rändern es schon freudig schimmelt und moost.


Nachdem die Bemalung nebst Bürsten und Tupfen in verschiedenen Grüntönen abgeschlossen ist, habe ich als Endergebnis eine Hügellandschaft, deren Hügelkuppen (die später dann aus dem Wasser heraus ragen) noch bräunlich schimmern, und deren Tiefen immer mehr ins Grünliche gehen. Und damit schlussendlich ein schön feuchter und glibbriger Gesamteindruck entsteht, besteht nun der letzte Schritt darin, die ganze Herrlichkeit mit einem hochglänzenden Lack zu überziehen:


Das Endergebnis schaut nun – in etwa - folgendermaßen aus:

Ja, und weil bzgl.der Grundform meiner Hügellandschaft nun wirklich nichts mehr weiter zu tun ist, als ihr beim Trocken zuzuschauen, wende ich mich so langsam dem Bewuchs zu, mit dem mein Sumpf bestückt werden soll.

Für eine Basisausstattung ist bereits gesorgt – in den letzten 3 Wochen habe ich nämlich pfundweise Weintrauben gefuttert, deren getrocknete Stiele hier nun schon für das kleinere Buschwerk bereit stehen.

Der Hauptanteil an Bepflanzung soll allerdings aus verknorzten, toten Baumstämmen bestehen, die ihre gakeligen Äste in die Höhe strecken – und diese Bäume sollen zum Teil eine menschliche Figurenform haben. Die Idee für diesen alptraumhaften Sumpfbewuchs stammt übrigens auch von Michael Ende, allerdings nicht aus der Unendlichen Geschichte, sondern aus dem Kinderbuch „Das Traumfresserchen“:

Dass ich mich auf der Suche nach Ideen für die Gestaltung meines Sumpfes heute noch an dieses Bild erinnert habe (obwohl ich das Buch seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr in der Hand hatte) zeigt wohl, wie enorm mich dieses Motiv damals beeindruckt hat. Und für die Umsetzung einer Ende-Vorlage ist es wohl legitim bei Ende selbst zu klauen ;)


Für die Umsetzung dieser figuralen Bäume werde ich verschiedene Techniken ausprobieren (es wird ja eh eine Menge Bäume brauchen) und einfach schauen, welche Methode die beste Wirkung erzielt.

Anfangen werde ich mal damit, eine klassische Figurenform zu bauen und diese dann zum Baum zu „erweitern“. Schaunmermal =)


Die Bilder dazu gibt es dann nächste Woche – Bis dahin und habt eine wunderbare Woche!


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