Swamps of Sadness (2)

Wochenende isses schon wieder – und damit auf, auf zum nächsten Update! Die Sümpfe wachsen derweil freudig vor sich hin – und passend zur Grundthematik hat war die vergangene Woche tatsächlich auf einer eher sumpfig-feuchten Seite unterwegs. Es ging nämlich an die Oberflächengestaltung und -Abdichtung, was mit vielen Schichten an Gips, Papiermachée und Sand-Leim-Schlick einherging. Sonderlich spannend zum Zuschauen sind diese Grundierungsarbeiten zwar eher weniger, trotzdem aber wichtig, damit mir später die ganze Suppe nicht ausläuft – und dabei hoffentlich auch noch anständig ausschaut. Bevor ich aber alles vorweg nehme – auf zu den Bildern! Wir erinnern uns: Letztes Wochenende hatte ich schon die grobe Form meiner Landmassen aus Styrodur zugeschnitten und auf meiner Bodenplatte verklebt. Danach ging es daran, die Übergänge noch ein wenig mit Alufolie auszuformen.

Nachdem das geschafft ist wird die Hügellandschaft zunächst mit einer Schicht aus Gipsbinden überzogen, auf die ich anschließend nochmals eine weitere Schicht Papiermachée verleime:

Die Gipsschicht dient dabei der Stabilisierung (Alufolie kann man schließlich noch immer leicht eindellen), die Schicht aus Papiermachée vor allem der Abdichtung. Da nämlich das Gießharz, aus dem ich später die Wasserflächen gießen werde, nur langsam aushärtet und recht lange flüssig bleibt (damit auch viel Zeit hat, durch kleine Ritzen usw. zu sickern), sollte das „Flussbett nach Möglichkeit so dicht wie eine Badewanne sein. Nicht auszudenken, wenn die Ganze Herrlichkeit auslaufen würde.

Entsprechend mache ich mir auch die Arbeit...

... die einzelnen LED-Ioden (die ich natürlich nicht zur Gänze eingegipst habe), nachträglich noch vorsichtig mit Modelliermasse abzudichten. Schließlich soll auch durch die Kabelkanäle nichts heraussuppen können.


Um schließlich ganz sicher zu gehen, dass auch wirklich kein Tropfen meiner Gießmasse den Weg durch die Oberfläche findet (ich bin in der Hinsicht wohl wirklich ein wenig paranoid), pinsele ich abschließend mein „Flussbett“ noch einmal dick mit Acryllack ein. Und weil man auf einer solch großen Fläche bei durchsichtigem Lack schnell den Überblick verliert, welche Stellen bereits lackiert sind und welche nicht, färbe ich den eigentlich durchsichtigen Lack leicht grün ein, was die Orientierung deutlich erleichtert.

Ja, und so schaut die Bodenplatte inkl. LED-Beleuchtung derzeit von oben aus:


Da alle Flächen bald noch mit Sand und Steinen überzogen werden, wird man von der schönen grünen Farbe später leider nichts mehr sehen. Die Farbrichtung gefällt mir aber so gut, dass ich das Flussbett bei der späteren Endbemalung definitiv auch ähnlich einfärben werde.

Weiter geht es mit der vorderen Wasserkante. Wie anfangs ja schon kurz erwähnt, plane ich an der Front des Modells eine kleine Querschnittsdarstellung, sprich eine Stelle, an der man die Wasserfläche der Sumpftümpel ein wenig im Querschnitt sehen, sprich unter die Wasseroberfläche sehen kann. Für eine solche Darstellung brauche ich nach vorne hin natürlich eine fest verbaute transparente Barriere damit – ihr habt es erraten – beim Gießen nix ausläuft.

Ich verklebe also einen Streifen dünnes, klares Plexiglas zwischen meinen beiden vordersten Hügeln – der einzigen Stelle an der mein Flussbett flach ausläuft. Fixiert wird dieser Streifen zunächst mit Heißkleber. Später dichte ich die Kanten noch zusätzlich mit Modelliermasse ab, was den Streifen zusätzlich in Position hält.

Nachdem mein Plexiglasstreifen fest an Ort und Stelle sitzt, gleiche ich noch dem Bereich davor optisch ein wenig an die restlichen Flächen an. Auch hier forme ich nun einige kleine Hügel aus Alufolie, gipse sie ein und überziehe sie mit Papiermachée...ihr kennt das Procedere ja.

Auch die ganze Herrlichkeit muss nun erst mal trocknen, bevor ich mich an die finale Oberflächengestaltung mache: Meine Sand/Erd-Optik. Auf die gesamte Oberfläche wird nämlich nun ein Gemisch aus Sand und Steinen gestrichen, das später den Eindruck einer erdigen Hügellandschaft erwecken soll.

Hierfür mische ich aus verdünntem Holzleim, Sand und Steingranulat eine dicke Pampe an, die ich nun nach und nach mit einem Löffel auf die Oberfläche kleckse und dann vorsichtig mit einem Pinsel verteile. Das mache ich natürlich nicht nur im Vordergrund...


… sondern bei der gesamten Oberfläche. Und Leute, Leute, was eine matschige, langwierige Angelegenheit! Insgesamt habe ich nun 3 Tage lang herum gekleckst und musste mich vorsichtig Stück für Stück vorarbeiten – denn vor an den Hügeln rutsch die glibbrige Masse gerne an den Seiten herunter. Mittlerweile ist nun aber die gesamte Fläche fertig überzogen und muss nun wieder einmal trocknen bevor es an die weitere Ausgestaltung gehen kann.

Ja, und damit wären wir schon wieder beim aktuellen Stand angekommen. Ich warte nun bis die noch immer feuchte Sandmasse durchgetrocknet und ausgehärtet ist, bevor sie mit einer finalen Gipsschicht überzogen und eingefärbt werden kann. Bei den sommerlichen Temperaturen sollte das hoffentlich nicht allzu lange dauern.

Wir sehen uns dann wieder nächste Woche!

Habt eine schöne, sonnige Tage bis dahin – und bis bald!

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