Reparaturarbeiten II

Ihr Lieben, der Ausnahmezustand geht dem Ende zu! Drei Kreuze und ein Halleluja...


In den vergangenen Wochen habe ich nämlich nicht nur meinen ganzen Mut zusammengekratzt und die übrigen Modelle bzgl. Schimmelschäden gesichtet (hätte nicht gedacht, dass das so viel Überwindung kostet) - mittlerweile sind sogar schon alle repariert *freu*. Und gut isses. Denn es wird echt Zeit, dass mein überfülltes Bastelzimmer wieder benutzbar wird. In ihm haben nämlich in den letzten Wochen nicht nur mein aktuelles Needful-Things-Projekt, sondern auch (Dank der Reparaturarbeiten) zeitgleich die Modelle "'Salem's Lot", "Metropolis" und "Madman" jeden Zentimeter verfügbarer Fläche zugestellt. Und ich kann euch sagen - es war unpackbar voll. Ein normales Arbeiten war kaum noch möglich.

Hier eine kleine Impression : die Arbeitsfläche hat sich buchstäblich auf gerade noch einen Quadratmeter rund um den Schreibtisch beschränkt *g*


Aber so mühsam das Rangieren der Modelle war, so erfreulich war das Ergebnis der ersten Inspektion der noch unbekannten Schimmel-Schäden - allem voran am Modell des "Madman". Vor diesem Modell hatte mir am meisten gegraut, da hier der gesamte Hintergrund-Hügel mit Islandmoos überzogen ist (eben genau die Schwachstelle, die bei diversen anderen Modellen bedingt durch unseren Wasserschaden freudig zu Schimmeln begonnen hatte).

In meinen schlimmsten Visionen hatte ich hier einen Schimmelteppich vor Augen, der den ganzen Hügel überzieht - was zum Glück NICHT eingetreten ist. - Halleluja! (ich kann Euch sagen, ich hatte echt Angst nachzuschauen!).

Offensichtlich stand mein "Madman" wirklich weit genug vom Rohrbruch-Geschehen weg, so dass hier die Feuchtigkeit noch nicht so sehr zum Tragen kam. Und so habe ich auf dem Hügel genau zwei kleine Stellen ausmachen können, an dem erste kleine Schäden zu sprießen begonnen haben.


Im Vergleich zu den Schäden an Derry und Metropolis sind sie ja fast niedlich ...


... allerdings trotzdem ernst zu nehmen.

Denn wo der erste Schimmel-Flausch zu wachsen beginnt, sind i. d. R. leider auch Sporen , und somit musste ich den Hügel trotzdem grundlegend behandeln.

Hierbei besteht der erste Schritt natürlich darin, zunächst einmal alle sichtbaren Schimmelstellen zu entfernen. In diesem speziellen Fall war dies ein kleiner kugelrunder Flausch an der rechten Hügelseite, sowie ein leichter Flaum rund um einen verbauten Weintraubenstängel.


Ich entferne daher nun alle betroffenen Stellen und desinfiziere sie anschließend gründlich mit Alkohol, um alle Sporen abzutöten.

Erst danach mache ich mich dann daran, neues Islandmoos einzusetzen, das ich zuvor ausgiebig mit Glyzerin getränkt, und somit imprägniert habe, so dass es keinerlei Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann. Die restaurierte Fläche schaut dann so aus:

Allerdings ist die Arbeit damit noch nicht getan. Ich muss nämlich davon ausgehen, dass sich auch an den Stellen, an denen noch keine sichtbaren Wucherungen zu entdecken sind, schon die Sporen eingenistet haben. Um spätere Schimmelbefälle auszuschließen, sollten diese Sporen nun weitgehend ausgerottet werden.

Und auch das geht am besten mit hochprozentigem Alkohol, mit den ich den Rest des Hügels nu kurzerhand tränke:

Der Alkohol wird hierfür einfach in einen handelsüblichen Zerstäuber gefüllt mit dem ich dann jeden Zentimeter meines Hügels intensiv besprühe.


Ja, und damit wäre die Reparatur des "Madman" abgeschlossen - fehlt noch der der größte Brocken: "Metropolis":

Hier waren die Schimmel-Schäden in der Tat um einiges schlimmer. Tatsächlich waren hier aufgrund der großen Nähe des Modells zu der betroffenen, feuchten Wand ALLE verbauten Islandmoose flächendeckend und komplett verschimmelt - und der erste Eindruck war entsprechend desaströs.

Allerdings hatte ich auch bei "Metropolis" Glück im Unglück: Denn da es sich bei diesem speziellen Modell um eine weitgehend (wie der Name schon sagt) urbane Metropole handelte, bestanden hier die Islandmoos-Anteile wirklich nur in punktuellen Akzenten, die sich als überschaubar und auch gezielt austauschbarerwiesen haben. Im Endeffekt waren hier nur einzelne, sehr begrenzte Bereiche im Vordergrund betroffen - allen voran ein großer Baum auf der rechten Modellseite sowie einzelne kleine Bäumchen im mittleren Vordergrund. Und solche punktuellen Elemente lassen sich zum Glück auch recht einfach austauschen. Also los geht's: Zunächst gilt es einmal alle verschimmelten Bäume aus dem Modell heraus zu schneiden...


...und die betreffenden Stellen mit Alkohol zu desinfizieren. Das schaut nun doch recht kahl aus, und auch die Desinfektion gestaltete sich tatsächlich weniger einfach als gedacht: Denn hierfür musste ich von Oben (in einem doch sehr engen Bereich) arbeiten. Um hier alle Ecken und Winkel zu erreichen, in denen noch Sporen sitzen könnten, musste wirklich jeden Zentimeter säubern - und das ging nur mit Taschenlampe, Ohrenstäbchen und viel Geduld.

Nachdem hier alle Reste der fiesen Schimmelsporen entfernt sind, geht es an den Bau der neuen Ersatz-Bäume. Das neue (und hoffentlich unschimmelbare) Islandmoos für selbige habe ich in den letzten Wochen ja schon ausreichend präpariert.


Nun muss ich nun nur noch die Bäume selbst zusammenbauen. Was hier nun aussieht wie der größte Joint der Welt sind in Wahrheit die Bestandteile für den neuen Vordergrundbaum:


Aus ihnen baue ich nun nach und nach in den bekannten Techniken meine Bäumleins zusammen und verklebe sie wieder an den kahlrasierten Lücken im Vordergrund.

So wächst nun ein neuer unverschimmelter Baum auf der rechten Modellseite - und auch die deutlich kleineren Bäume im mittleren Vordergrund werden nach und nach ausgetauscht. Auch sie sind jetzt ein wenig flauschiger als früher - was mir eigentlich recht gut gefällt *g*


Ja, und damit wäre das Keller-Wasserschaden- Desaster hoffentlich ein für allemal behoben! So wie es aussieht, hatte ich n dieser Sache trotz aller zusätzlich angefallenen Arbeiten mehr Glück als Verstand: <denn hätte das besch*** Rohr noch weitere 2 Monate unbemerkt vor sich hin geleckt, wären viele der Modelle nicht mehr zu retten gewesen.


So bin ich nun mit einigen Wochen an zusätzlichen Reparaturarbeiten gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.



Am kommenden Wochenende werden wir die nun frisch restaurierten Modelle in eine beheizte und sichere Umgebung bringen, wo sie sich (bis zu einer hoffentlich zeitnahen Ausstellung) erst einmal berappeln, durchtrocknen und erholen dürfen (Danke, Kerstin für das Asyl!).


Das bedeutet außerdem: Ab dem kommenden Wochenende wäre damit auch der Schadensbehebungs-Ausnahmemodus offiziell beendet - und den Fotoshotings von "Needful Things" steht theoretisch nichts mehr im Wege. Ich hoffe daher, dass ich euch bzgl. der Projekt-Abschluss-Fotos nicht mehr allzu lange vertrösten werden muss. ;) In diesem Sinne - hoffentlich bis bald mit "Needful Things" !

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