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Meeting Rocky - between Shelves (1)

Einen wunderbaren guten Morgen in die Runde und Willkommen zurück zu einem neuen Book-Nook-Projekt!


Leute,Leute, ihr wisst gar nicht wie sehr ich mich auf dieses Nook hier freue! Ich werde mich nämlich mit diesem Nook an eines meiner absoluten Lieblingsbücher der letzten Jahre machen: „Project Hail Mary“ von Andy Weir. Es handelt es sich dabei (meiner bescheidenen Ansicht nach) um einen der besten Science Fiction Romane der letzten 20 Jahre, der mich derart aus den Socken gehauen hat, wie es wirklich nur wenige Bücher schaffen. Und da ich ihn alleine im letzten Jahr wohl so um die 5-6 mal gelesen/ gehört habe, wird es nun wirklich Zeit für ein eigenes kleines Denkmal!


Dies bedeutet auch eine kleine Genre-Premiere, denn während meine sonstigen Projekte stets sehr erdverhaftet waren, wird uns diese kleine Szenerie nun mitten in den Weltraum auf ein Raumschiff führen – und ich freue mich wie wild auf dieses für mich doch sehr ungewohnte und neue Bastelsetting.


Normalerweise schreibe ich ja an dieser Stelle immer gerne etwas zum Inhalt der zugrundeliegenden Geschichte ….mhhh, nun ja, im Großen und Ganzen geht es um einen Wissenschaftler, der eines schönen Tages ohne Erinnerung auf einem Raumschiff aufwacht und sich erst nach und nach erschließt, wer er ist und auf welche Mission er eigentlich geschickt wurde. Des Rest möchte ich in diesem speziellen Fall bewusst vage halten und euch stattdessen dringlich ans Herz legen, die Geschichte selbst zu lesen. Denn ohne viel Vorwissen funktioniert sie wirklich am besten. Es ist ein wunderbar anrührender, humorvoller überraschender Roman, den ich gar nicht hoch genug loben kann.

Deswegen: Lesen! Jetzt! Denn ich erzähle nichts mehr =)


Allen Freunden englischer Hörbücher möchte ich außerdem auch dringend das Original-Audiobook ans Herz legen – in diesem wurde die Geschichte wirklich sensationell umgesetzt und mittels der Audioaufbereitung nochmal auf ein anderes Level gehoben.


So, nun aber genug Lobhudelei – auf, auf zum Projekt!


Dieses mal gibt es leider keine Vorab-Skizze, denn in meiner Ungeduld habe ich mir schlicht nicht die Zeit genommen, eine anzufertigen. Wir starten also gemeinsam blind ins Projekt - ist schließlich auch mal lustig =)


Hauptsetting des Book Nooks wird der futuristische Gang des Raumschiffs mit anschließender Luftschleuse (und einer kleinen Szenerie dahinter) sein. Prinzipiell wird diese kleine Szenerie ähnlich aufgebaut sein wie mein Overlook-Gang, d.h. lang und schmal – und deswegen auch wieder perspektivisch verzerrt.

Und wie immer starte ich dabei mit dem Boden, für den ich mir dieses mal etwas Besonderes überlegt habe: dieser wird nämlich beleuchtet sein.


Als Bodenraster wird dabei kurzerhand das gleiche Raster wiederverwendet, das ich auch schon für meinen Overlook-Gang genutzt habe. In dieses Raster bastele ich digital ein grafisches Bodenmuster, das sich gut für meine Boden-Beleuchtungsidee eignet. Das ganze wird nun zweimal ausgedruckt und (ebenfalls zweimal) auf dünnen Buchbinderkarton geleimt.



Nun beginnt die Friemel-Arbeit: Aus dem ersten Karton schneide ich nun zunächst einmal jene Öffnungen heraus, durch die später das Licht meiner Bodenbeleuchtung scheinen soll.

Aus dem zweiten Karton schneide ich außerdem gaaaanz vorsichtig alle dünnen schwarzen Linien einzeln aus - und klebe sie anschließend auf Karton Nr.1. Auf diese Weise erhalte ich eine fesche Bodenplatte mit Aussparungen und einer schönen Oberflächenstruktur.



Angemalt schaut die Bodenplatte nun so aus:



Auf ihre Rückseite klebe ich nun eine dünne Plexiglasscheibe (1mm) sowie eine Lage dünnes Transparentpapier. Auf diese Weise erhalte ich eine lichtdurchlässige Schicht, ähnlich einer Milchglasscheibe, durch die man später trotzdem nicht direkt auf die Leucht-Ioden schauen kann.


Weiter geht es mit der restlichen Bodenplatte, denn schließlich werde ich für das Modell etwas mehr Platz brauchen als nur diesen schmalen gemusterten Streifen. Ich drucke mein Raster also noch einmal aus (dieses mal ohne Bodenmusterung) und leime es erneut auf Karton. Anschließend zeichne ich mein Raster nach rechts und links weiter...



... bevor ich den mittleren Teil heraus schneide und das Ganze erneut auf eine Styrodurplatte leime.


Das Ganze liest sich nun viel komplizierte, als es eigentlich ist - im Endeffekt habe ich auf diese Weise nämlich eigentlich nur einen Rahmen gebaut, in den ich meinen gemusterten Boden-Streifen passgenau hinein legen kann.



Ja, und was das rechteckige Loch in der Mitte der Styrodurplatte angeht, so habt ihr es wahrscheinlich bereits erraten – dies ist der Platz für die LED-Beleuchtung, die unter meiner gemusterten Bodenplatte platziert werden soll.


Und an die machen wir uns jetzt: Ich schneide hier zunächst eine weitere Trägerplatte aus Karton zu, die genau in die Aussparung meiner Styrodurplatte passt – und auf dieser verklebe ich anschließend meinen LED-Streifen.



Für die Beleuchtung verwende ich hier erstmalig einen dimmbaren LED-Streifen mit Netzteil. Das Kabel ist zwar etwas lästig, aber dafür ist der Dimm-Effekt wie gemacht für die Szenerie und der flache Streifen ist zudem deutlich schöner zu verarbeiten als einzelne Ioden es wären.


Und hier hätten wir nun die fertige von unten beleuchteten Bodenplatte in voller Illumination =)



Bin mit dem Zwischenergebnis tatsächlich sehr zufrieden, da der kühle grafische Charakter recht genau dem entspricht, wie ich mir einen Raumschiff-Korridor so vorstelle.


Übrigens - falls jemand sich wundert, was die beiden nicht-beleuchteten Querstreifen in meinem Bodenmuster zu suchen haben – an diesen Stellen werden später die beiden Öffnungen meiner Luftschleuse platziert werden.


Soweit sind wir aber noch nicht (ganz), zuvor müssen wir uns nämlich überhaupt erst mal an die restliche Ganggestaltung machen: Ich beginne hier damit, die Raster für meine Seitenwände auf stabilen Karton zu verleimen. Diese Wände werden zwar noch nicht fix befestigt, allerdings kann ich anhand des Seitenwand-Rasters nun die Schenkellängen der vielen kleinen Dreiecke errechnen, die ich rechts und links des Hauptkorridors verklebe.



Was diese Dreiecke angeht: die sind tatsächlich enorm wichtig, da sie Sie die eigentlichen Seitenwände in Position halten werden. Der Korridor selbst wird nämlich nicht rechteckig werden (wäre ja langweilig) – sondern achteckig. Und das ganze noch perspektivisch verzerrt. Juppidu, man gönnt sich ja sonst nichts.


Damit dieses Konzept richtig aufgeht, ist eine Menge Rechenarbeit notwendig und meine Dreiecke sind dahingehend von Bedeutung, als dass ich anhand ihrer Hypotenuse weiß, wie breit mein schmaler Seitenwandstreifen an welcher Stelle ist... jhep., ich weiß, ich hab es mir selbst eingebrockt.


Nachdem ich also Form und Breite meiner schmalen Seitenwände abgemessen und ausgerechnet habe, schneide ich die ersten Wand-Streifen aus Karton zu, klebe ein paar Verstrebungen und Details darauf und bestücke das Ganze dann noch mit ein paar Rohren aus Strohhalmen.



Am unteren Rand schneide ich außerdem einige Öffnungen in den Karton, die ich anschließend mit feinem Drahtgeflecht hinterlege – meine Lüftungsschlitze!


Bevor ich die ersten Seitenwände an Ort und Stelle verklebe, baue ich außerdem noch die Grundformen für meine spätere Luftschleuse:



Auch diese müssen natürlich graduell nach hinten hin kleiner werden. Aber da ich ja weiß an welcher Stelle sie sitzen sollen kann ich mich bzgl. der Maße wieder an meinem Seitenwand- und Bodenraster orientieren.


Ich zeichne die Grundformen meiner Schleusenöffnungen dann direkt auf Karton, schneide sie aus und verziere sie nachträglich noch mit einigen dekorativen platten aus dünnem Styrodur, damit sie ein wenig Struktur bekommen und nicht so fad ausschauen.


Nun geht es an den ersten Zusammenbau: die unteren schmalen Seitenwand-Streifen werden an Ort und Stelle (sprich auf die Dreiecke) geklebt, und auch die Luftschleusen-Tore passen (mit ein bissl Drücken und Quetschen) an ihren vorgesehenen Platz und werden dort fixiert.



Und so sieht das ganz nun vorläufig von vorne aus – noch immer mit nur angelehnten Seitenwänden, dafür aber schon mit den oberen Wandecken =)



Ich denke man kann sich nun schon ein bissl vorstellen, in welche Richtung es gehen wird. Allerdings wird noch so einiges dazu kommen, auf das ich mich auch schon enorm freue. Neben der restlichen Gang- und Deckengestaltung fehlt ja schließlich noch der hintere Gangabschnitt sowie der kleine Laborraum.... und auch vom Weltraum sieht man noch gar nichts...


Aber all das muss noch bis zu den nächsten Updates warten - wir sind nämlich schon wieder am Ende des aktuellen WIPs angekommen.


Ich sage daher mal Baba und auf Wiedersehen. Habt eine wunderbare Woche und bis zum nächsten mal!


Tschödeldö!

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