Drachenlampe - (2)

Juchuuuhhh...das Wochenende liegt gar nicht mal so weit zurück, und schon gibt’s die nächsten Bilder! Das mag zum einen daran liegen, dass ich gerade Urlaub habe und hochmotiviert bin - zum anderen daran, dass sich bei uns Besuch angekündigt hat und damit in den nächsten 4 Tagen die Bastelei erstmal ausfällt. Aus diesem Grund gibt es vor der anstehenden kurzen Bastelpause jetzt schon mal was zu sehen ;)


Wir haben zuletzt ja bei dem Gipsunterbau meines im Werden begriffenen Drachenei-Glut-Nestes aufgehört – und genau dort geht es nun auch weiter:

Ich mache mich nämlich nun daran, meinen Gips-Unterbau mit der eigentlichen Papiermachée-Schicht zu überziehen. Hierfür decke ich zunächst wieder einmal alles fein säuberlich mit Frischhaltefolie ab (quasi als Schutzschicht, damit das Papiermachée nicht am Gips kleben bleibt) und rupfe dann Bögen aus gelbem Transparentpapier in kleine Stücke. Diese werden anschließend nach und nach auf meinen Gipsunterbau geleimt.

Und ich kann euch sagen: es ist ein Fiasko. Transparentpapier mag sich für vieles eignen, für Papiermachée allerdings ganz sicher nicht! Alles rutscht, alles glibscht, alles reißt! Ich habe in den letzten Tagen wahrscheinlich mehr geflucht, als ich den 5 Jahren davor. Aber was tut man nicht alles für eine transparente Oberfläche... geht nicht gibt’s schließlich nicht.

Und so arbeite ich mich quadratzentimeterweise durch dieses rutschende, glibschende Totaldesaster, bei dem nicht nur das Transparentpapier sondern auch die Frischhaltefolie darunter macht, was sie will. Um diese rutschende Anarchie irgendwie in Grenzen zu halten, arbeite ich mich dabei erst einmal am äußeren Rand meines Nestes entlang und lasse ihn dann erst mal trocknen (um irgendwo schon mal Stabilität zu haben), bevor ich mich in den inneren Ring vorarbeite. Und irgendwie bin ich dann irgendwann fertig ... Halleluja!

Da das Transparentpapier natürlich deutlich weniger Masse mitbringt als normales Papier (logisch – ansonsten wäre es ja auch nicht transparent), zeichnet sich allerdings schon früh ab, dass die Stabilität einiges zu wünschen übrig lässt.

Nach der ersten Trocknung, hat meine Oberfläche am ehesten die Konsistenz von sehr dünnem Leder: schon irgendwie fest, aber irgendwie auch noch sehr flexibel. Viel zu flexibel um genau zu sein. Also bestelle ich mir kurzerhand noch einen Textilhärter, sprich ein Gemisch, mit dem man Stoffe bzw. Kleidung für Dekozwecke steinhart in Form bringen und austrocknen lassen kann.


Diesen Texilhärter pinsele ich zusätzlich noch einmal auf meine Transparentpapiermachée-Schicht.


Und weil ich möchte, dass meine Oberfläche auch wirklich gut aushärtet, habe ich in meinem Überschwang natürlich enorm viel von dem Textilhärtener aufgepinselt – entsprechend steht auch erst einmal eine laaaange Trocknungsphase an.... hoffen wir einfach dass auch in diesem Fall das Viel-hilft-viel-Prinzip gilt....^^

Aber während die ganze Herrlichkeit trocknen darf, muss man ja nicht untätig bleiben. Also mache ich mich in der Zwischenzeit einfach schon mal an meine Dracheneier. Hier ist geplant, dass zwei meiner insgesamt drei Eier bereits geschlüpft sind (also nur noch die Eierschalen im Nest liegen), während im dritten Ei noch ein kleiner Drache vor sich hin schnarcht. Und an diesen mache ich mich nun. Mein Ziel ist eine kleine Drachen-Silhouette die man in dem von innen beleuchteten Ei noch gut erkennen kann. Hierfür zeichne ich die Form des schlafenden Mini-Drachen erst einmal auf Papier vor...

….und übertrage sie dann auf etwas dickeres Mamorpapier. Diese kleine Drachenform wird dann nach etwas Zurechtbiegen von innen in das Ei geklebt.

Da Eier in Natura allerdings ja nicht durchsichtig sind, sondern schon eine blickdichte Oberfläche haben, muss auch diese nun erstellt werden. Mit Farbe geht dies schlecht (hier würde man in bei Gegenlicht die Pinselstriche sehen. Außerdem ist Farbe zu blickdicht), also bedecke ich meine Ei-Hälften mit einer Schicht leimgetränktem Küchenpapier. Diese trocknet semi-transparent auf (und lässt sich später sogar noch einfärben )...

Und beim Ersten Beleuchtungstest für meine Dracheneier bin ich ich schon mal sehr zufrieden. Zwar ist der kleine Mini-Drache für meinen Geschmack noch immer zu scharf konturiert, allerdings werden später ja noch einige Lasurschichten für die Farbgebung dazu kommen – ebenso wie noch eine Schicht semi-transparenter Drachenei-Schuppen. Da ich also für die Optik noch einige zusätzliche Schichten einberechnen muss (die mein von innen beleuchtetes, transparentes Ei noch abdunkeln werden) lasse das Ei vorerst mal so.


Ja, und damit wären wir wieder einmal beim Ende des heutigen Updates. Sowohl mein Glutnest als auch meine mit Küchenpapier überleimten Drachenei-Hälften dürfen nun für 4 Tage ausgiebig trocknen, bevor es dann an den tatsächlichen Nestbau geht *g*.

Bis dahin – lasst es euch gut gehen!

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