Eißpins Destillierquetsche (1)

Sodele, bereits die ersten Tage des neuen Spontanprojektes waren enorm arbeitsam - schließlich muss ich ordentlich auf's Gas treten wenn meine geplante Requisitenmaschine in in 2-3 Wochen verschickfertig sein soll. Wie zuvor beschrieben, soll mein Beitrag zu Eißpins alchemistischem Labor eine "Destillierquetsche" sein, also eine alchemistische Apparatur, mittels derer man oben die Lebensessenz einer beliebigen Kreatur herausgequetschen kann - um diese dann weiter unten (und hochwissenschaftlich) auf verschiedene Kolben zu destillieren. Soviel mal zur Beschreibung...ich mag ja so morbide Geschichten *g*

Ganze soll natürlich schön wissenschaftlich aussehen, mit zahlreichen Kolben und Rohren und Anzeigen - und natürlich auch angemessen alchemistisch. Und damit wären wir auch schon bei der runden Grundplatte der Apparatur.


Diese soll einen alchemistischen Zirkel darstellen, auf der dann der Rest der Maschine aufgebaut ist. Für meine Grundplatte schneide ich zunächst diverse Ebenen aus Styrodur aus und klebe diese Schicht für Schicht aufeinander, bis nach und nach mein alchemistischer Zirkel mit zwei ineinander liegenden Dreiecken, mehreren Kreisen und diversen Symbolen entsteht.


Die Symbole und Buchstaben sind weitgehend den moers'schen Illustrationen diverser Bücher entnommen, um den richtigen Flair reinzubringen. Auf den noch leeren Kreisen sollen später die drei Destillier-Kolben stehen.


Nachdem die Form meiner Grundplatte steht, mache ich mich an die Beleuchtung der Apparatur - denn damit alles schön mystisch wirkt, sollen die unteren Destillierkolben später von unten angestrahlt werden.

Hierfür schneide ich ganz vorsichtig runde Löcher in die Mitte jener Kreise, auf denen später die Destillierkolben fixiert werden sollen. Diese müssen genau die richtige Größe haben, damit die Kolben noch genügend Auflagefläche haben, um sicher verklebt werden zu können.


Im nächsten Schritt wird meine Grundplatte nun umgedreht und ich beginne damit, die Lichter einer LED-Lichterkette nach und nach kreisförmig von unten in die Löcher zu kleben.


Ich fixiere sie dabei mit Heißkleber an den Rändern der Löcher , so dass sie später einen Kreis aus Ioden bilden sollen. Dies ist eine gehörige Friemelarbeit, denn je mehr Lichter im Loch fixiert sind, desto größer wird der Kabelsalat und desto weniger Platz zum Arbeiten hat man. Angesichts dieses Gewurschtels bin ich selbst erstaunt wie wenig Brandblasen ich mir bei diesem geklebe geholt habe...


Aber irgendwann ist dann alles geschafft und jedes Loch ist mit etwa 35 Leuchtioden bestückt. Um die Kette von Loch zu Loch zu führen, habe ich wie immer kleine Kabelkanäle in die Platte geschnitten, in der die verbindenden Kabel versenkt sind. Ein Problem stellen allerdings die Kabelknäule dar, die nun am unteren Ende meiner Platte herausschauen. Diese sind nämlich so dick, dass meine Grundplatte keine ebene Auflagefläche mehr hat und somit nicht mehr sicher stehen würde.

Um diese Unebenheit auszugleichen, wird kurzerhand um jeden Kabelknäuel ein erhöhter Ring aus Styrodur geklebt - die Platte erhält also quasi "Standfüße", in denen auch der ganze Kabelsalat verschwinden kann =)


Nun wird die Platte wieder richtig herum gedreht. Wie ihr seht, habe ich sie mittlerweile auch schwarz grundiert, und meine Leucht-Ioden liegen wie geplant ringförmig in ihren Löchern - allerdings leuchten sie derzeit noch kaltweiß. Um dieses Weiß in ein mystisches Grün zu verwandeln klebe ich kurzerhabnd über jedes Loch ein Stück grünes Transparentpapier.

Damit wäre die Grundplatte nebst Beleuchtung weitgehend fertig. Sie ist zwar noch nicht bemalt, aber Grundform und Beleuchtung stehen mal fürs Erste.


Hier seht ihr nun Vorder- und Rückseite der grundierten Platte. Die Vorderseite hat in der Zwischenzeit noch ein paar dekorative Nieten erhalten, und die Standfüße auf der Rückseite sind mittlerweile mit Karton verschlossen, so dass nichts mehr von den ganzen Kabeln zu sehen ist. Wer sich übrigens über den großen Kreis in der Mitte der Standfüße wundert: in ihm ist der überschüssige Rest der Lichterkette verstaut, der nicht für die Beleuchtung gebraucht wird ;)


Ja, und nachdem hier nun alles fertig gebastelt ist, geht es an die Bemalung der Platte. Hier wähle ich einen schönen Metallic-Bronze-Ton mit einigen Goldakzenten, damit meine Apparatur später schön antik ausschaut:

Weiter geht es mit den Kolben, mit denen ich nun den Bau in die Höhe beginne. Hier habe ich mir drei sehr nett Glaskaraffen organisiert, die, ihres Stopfens beraubt, als ansehnliche antike Destillierkolben durchgehen. Allerdings muss ich sie etwas präparieren, bevor ich sie auf die Platte kleben kann - den bloßes Glas auf Styrodur zu kleben hält nicht sonderlich gut, und ich möchte ja nicht, das die ganze Konstruktion während des Versandes auseinander fliegt.


Ich beginne also mit einem etwa 1cm breitem Styrodur-Ring, in den sich die Glaskaraffe passgenau stellen lässt. Dieser wird zunächst nur ganz provisorisch mit Heißkleber an der Karaffe fixiert, bevor ich die ganze Herrlichkeit umdrehe...

...um anschließend den Zwischenraum zwischen Glas und Ring erst dick mit (grün eingefärbtem) Leim zu beschmieren und anschließend mit Modelliermasse auszustopfen. Diese Konstruktion härtet schön felsenfest aus und ich erhalte einen Stabilen Ring, den ich nun deutlich besser an meiner Platte fixieren kann als es bei dem bloßen Glasboden möglich wäre. Und weil der Ring außerdem passgenau auf die unteren Ringe meiner Platte passt, schaut das Ganze dann fertig verklebt und bemalt auch sehr anständig aus:

Weiter geht es mit den nächsten Teilen, nämlich den zuleitenden Rohrsystemen, die oben auf die Kolben aufgesetzt werden sollen. Hier baue ich die Grundkonstruktion für alle drei Kolben aus Kartonröhren und Styrodurscheiben, die ich zunächst schwarz grundiere...

...und anschließend ebenfalls bronzefarben bemale. Der kleine runde ring in der Mitte ist übrigens dafür gedacht, später noch Drainageschläuche befestigen zu können, der hier schon warten - aber das kommt erst später.

Lose auf die Kolben gesetzt schaut das Ganze derweil folgendermaßen aus:

Fixieren kann ich meine Röhren allerdings noch nicht, da in die Kolben noch eingefärbtes Epoxidharz gefüllt werden soll (leere Kolben wären ja fad): Da allerdings das Harz erst in den nächsten Tagen geliefert werden soll, werde ich den WIP-Abschnitt hier vorerst beenden. Für den Bau ist die Lieferzeit allerdings kein Drama - schließlich gibt es noch genug zu tun. Bis die noch ausstehenden Lieferungen eintreffen werde ich mich einfach schon mal an die nächste "Etage" der Apparatur machen und hier vorbereiten, was so geht.


Die Bilder dazu gibt es dann am Wochenende.


Bis dahin!



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